Diskussion zu Schutzstreifen (März 2015)

Ursprungsartikel vom 14. März mit dem Titel Sind weitere Schutzstreifen nötig ?

Weiterlesen unter folgendem Link:
https://radfahrn.wordpress.com/2015/03/14/sind-weitere-schutzstreifen-notig/

Ich habe die Facebookkommentare vom 17. –  20.3. hier mal hin kopiert, für die Leute die kein FB haben.
Sorry übersichtlicher gehts nicht, aber die Kommentare wollte ich euch nicht vorenthalten. Ganz unten am Ende der Seite könnt Ihr selbst kommentieren.

Diskussionen dazu auf Facebook in der öffentlichen ADFC-Gruppe

https://www.facebook.com/groups/143520448070/

  • Jens Ve Meine Meinung
    Meine Erfahrungen zeigen, dass auf Schutzstreifen ein sicherer Abstand zu parkenden Autos nicht eingehalten werden kann. Außerdem überholen Fahrzeugführer oft mit zu geringem Sicherheitsabstand, da sie sich an den Linien orientieren.
    Ich fahre auf Schutzstreifen so weit links, dass ich mindestens 75cm zum Fahrbahnrand Abstand halte.
    Innerorts wäre ein Tempo 30 auf Straßen sicherer als Schutzstreifen (die müssten dann schon 2 Meter breit sein). Früher fand ich Schutzstreifen auch ganz gut, aber mittlerweile mache ich mich lieber auf der Straße breit. Kraftfahrer schneiden einen dann wesentlich seltener.

 

Elke Rühmann Finde die Schutzstreifen für eine Übergangszeit (Hinweis für die KFZ, dass hier die Radler auf der Straßen fahren) hilfreich. Sollten aber Mindestabstand zu parkenden Autos und eine Mindestbreite haben. Das eigentliche Problem sind ja nicht die Schutzstreifen sondern die KFZ-Lenker, die sich nicht an die Regeln halten. Also Nutzung des Schutzstreifen, zu geringer Abstand usw. Und diese überholen nicht nur am Schutzstreifen sondern auch auf der normalen Straße mit zu geringen Abständen. Ohne Schutzstreifen wird man sogar laufend angehupt und mit wilden Gesten auf den „ehemaligen“ Rad/Fußweg hingewiesen.

 

Sim Knur Ich werde mit der eingezeichneten Doorlane öfter angehupt. Weil ich nicht im Türbereich radel.

 

Norgand Schwarzlose Mich ärgert an dem verlinkten Artikel einiges:1. Es ist kein einziges Foto eines normalen Schutzstreifens zu sehen, stattdessen werden sogar zwei Fotos gezeigt, diebenutzungspflichtigeRadfahrstreifen zeigen, von denen einer sogar fälschlicherweiseals Schutzstreifen bezeichnet wird. Gerade bei diesem Thema ist die Begriffsverwirrung aber sehr groß und Aufklärung dringend notwendig, deshalb hätte der Autor hier ganz besonders auf sachliche Richtigkeit achten müssen.2. Studien und andere Quellen werden zwar herangezogen, allerdings pickt sich der Autor die Rosinen heraus, die seine Abneigung gegen Schutzstreifen unterstützen. So geht das nicht. Auf der verlinkten Schweizer Seite beispielsweise, die als klarer und eindeutiger „Beleg“ für die Behauptung genannt wird, dass sich durch Schutzstreifen die Überholabstände verringern, ist zu lesen: „In Schafisheim […] haben sich die Überholabstände deutlich vergrössert.“ (http://www.mobilservice.ch/…/kernfahrbahn-42.html…)
Auch die im Artikel genannte StudiederBASt wird vom Autor recht selektiv ausgewertet, um das vorsichtig zu formulieren. Darin ist nämlich auch zu lesen, dass sichdieÜberholabstände durch Schutzstreifen vergrößern und gefährliches Überholen vermieden wird. Weiter ist dort zu lesen, dass Schutzstreifen eine hohe Akzeptanz durch Radfahrer aufweisen. Im Artikel hingegen wird im Gegenteil davon gesprochen, dass die empfundene Sicherheit abnehme.3. Der Hinweis am Schluss, dass Kraftfahrzeuge doch entsprechend demRechtsfahrgebot auch auf dem Schutzstreifen fahren müssten, ist kompletter Quatsch, denn in der StVO steht eindeutig, dass der Schutzstreifen nur bei Bedarf befahren werden darf und nur dann, wenn derRadverkehr dabei nicht gefährdet wird.Man kann ja über Sinn und Unsinn von Schutzstreifen diskutieren, aber dann doch bitte sachlich. Der Artikel ist dazu aber leider nicht geeignet. Schade.

1017 Kernfahrbahn Gemeinden sind oft mit folgenden Fragen konfrontiert: Welche Möglichkeiten bestehen, um…
mobilservice.ch

 

Richard Frantz Wagner Schutzstreifen schützen das Privileg der Autofahrer und werden oft zum zweite Reihe-Parken bzw. für den Parksuchverkehr mißbraucht.

 

David Kummer Ich find se mist, schon weil man hier nicht von Schutz für Radler sprechen kann, sondern vom Schutz der Autofahrer vor „bösen“ Radlern. Ansonsten hätten Sie eine Breite die auch den Sicherheitsabstand beim Überhohlen mit einbeziehen würde. Und das ist bei 0% der Schutzstreifen der Fall.

 

Jens Ve Hallo Norgand Schwarzlose,
das dritte Bild des Artikels zeigt gelb markierte Schutzstreifen, die anderen Bilder zeigen „Mehrzweckstreifen“ die es nach der StVO gar nicht gibt. Diese sollen aber irgendwann an die StVO angepasst werden.
Zu den Schutzstreifen auf dem 3.Bild hier nähere Infos:
(http://www.dueren.de/stadtinfo/pressemeldungen/meldung/…)
Die Schutzstreifen sind mittlerweile weiß markiert, die Straße ist relativ eng, viel(LKW) Verkehr, parkende Autos am Rand und Geschäfte.

Düren. Der Rat der Stadt Düren hat 2013 beschlossen,…
dueren.de

 

Ronny Rutsche Der Schutzstreifen hat den großen Vorteil, dass er nicht benutzungspflichtig ist und daher auch in Kombination mit einem für Radfahrer freigegebenen Gehweg oder mit einem „Anderen Radweg“ kombiniert werden kann. Die anzustrebende wahlfreie Führungsform ist damit erreicht.

 

 

Außerdem sei noch ergänzt, dass der Schutzstreifen nicht befahren werden muss. Es besteht nach wie vor lediglich Rechtsfahrgebot mit empfohlenem Mindestabstand von 80 Zentimeter bis einem Meter

 

 

Darüber hinaus verengt der Schutzstreifen die Fahrbahn und führt erwiesenermaßen zu deutlich geringeren Kfz-Geschwindikeiten

 

 

Von mir also ein deutliches PRO zu mehr Schutzstreifen

 

 

Hinzu kommt noch der generelle Werbeeffekt und Aufmerksamkeitsgewinn für den Radverkehr

 

Kai Te Schutzstreifen sind eben eine Übergangslösung für die Strassen, die zu schmal sind für richtige Radstreifen und wo auch kein Platz ist für getrennte Fuss- und Radwege. Ich habe inzwischen eine neutrale Einstellung zu ihnen. Sie lösen keine Probleme, die ohne sie nicht vorhanden wären. Aber sie schaffen auch nicht wirklich neue Probleme. Wo genügend Platz ist, werde ich auch auf dem Schutzstreifen mit Platz überholt. Im Feierabendverkehr logischerweise nicht. Aber das wäre auch oft ohne die Streifen so gewesen.

 

Ronny Rutsche Ergänzend zu den oben kritisierten Fotos zwei Schutzstreifen nach Vorschrift. Ich fahre auf solchen Schutzstreifen sehr gerne!

Ronny Rutsches Foto.

 

Ronny Rutsches Foto.

 

Kai Te So sehen im Ruhrgebiet nur vollwertige Radstreifen aus. Und das auch nicht immer…

 

Ronny Rutsche Dann ist die Diskussion aber nicht, ob Schutzstreifen sinnvoll sind, sondern ob Schutzstreifen immer korrekt geplant/markiert werden…

 

Kai Te Nee, die Denke geht so: Wenn so viel Platz wie im Bild ist, dann bauen wir doch gleich einen richtigen Radstreifen. Für alle andere Strassen würgen wir sowas ähnliches wie einen Radstreifen in den Strassenquerschnitt. Mindestmaß für Schutzstreifen: Haben wir noch nie von gehört.

 

Kai Te Hier im Ruhrgebiet fehlt fast immer der Abstand nach rechts, d.h. der „Schutzstreifen“ neben dem Schutz- oder Radstreifen.

 

Jens Ve bei uns in Düren haben die Schutzstreifen oft nur Mindestmaße oder noch schmaler und dann wird es eng. Um mehr Akzeptanz für den Fahrradverkehr zu schaffen sollte daher auch bei engen Straßen ein „breiter Schutzstreifen“ aufgemalt werden, damit die Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Autos dürfen ja trotzdem darüber fahren.

 

Thomas Bernd Wiedemann Also ich brauche weder Radwege noch Schutzstreifen, ich bin Verkehrsteilnehmer und fahre auf der Straße. Über Radfahrstrassen freue ich mich sehr, gibt es aber viel zu selten.

 

Kai Te Ronny, habe einige deiner Kommentare gerade erst gesehen. Bei Abstand von 80 cm nach rechts fährst du hier fast immer links neben dem Schutzstreifen. Wenn man vom rechten Lenkerende her misst. Im Ruhrgebiet besteht ein Schutzstreifen aus *einer* gestrichelten Linie, deren linker Rand 1,10 – 1,20 m vom rechten Bordstein weg ist. Solche Maße habe ich selbst gemessen. Ich habe hier auch *Rad*streifen mit 1,25 – 1,40 m Gesamtbreite gemessen (Dortmund, Hohe Str. und Hamburger Str.). Alles nur, damit man zwei Fahrspuren pro Richtung erhalten konnte. Eine Verengung im Sinne von Einbremsung des Autoverkehrs war dort ausdrücklich nicht gewünscht. Diese Strassen sind alle erst vor wenigen Jahren umgebaut worden.

 

Ronny Rutsche Das ist wie gesagt aber dann ein Problem der Umsetzung und nicht der Frage der Sinnhaftigkeit. Und zum Radfahrstreifen nochmal: Dieser ist im Gegensatz zum Schutzstreifen benutzungspflichtig. Damit entfällt die Möglichkeit für die sicherheitsbedürftigen Fahrer ein optionales Angebot im Seitenraum zu schaffen. Daher ziehe ich den Schutzstreifen sogar noch vor! – Vorausgesetzt natürlich die Einhaltung der erforderlichen Maße!!! Das ist klar. Ein Schutzstreifen unter 1,25 bringt tatsächlich nichts sondern wirkt sich sogar eher negativ auf die Verkehrssicherheit aus.

 

Moritz Darge Nach meiner Erfahrung, aber auch nach den Studien, die ich gelesen habe, ist die Breite essentiell. Die Mindestbreite reicht zwar, doch sie ist eben nur Mindestmaß. Bei uns gibt es viele Straßen, wo rechts keine oder nur wenige parkende Autos sind, Ersteres wäre optimal.Schutzstreifen können keine verfehlte Radverkehrspolitik wiedergutmachen. Erst recht taugt etwas zur Deko angebrachte weiße Farbe nix. Wichtig sind auch richtige Anschlüsse am Anfang und am Ende.

 

Sim Knur Gelsenkirchen…

Sim Knurs Foto.

 

David Kummer Abschiebestreifen, nicht mehr und nicht weniger.

 

Moritz Darge Für mich ist der psychologische Effekt der wichtigste. Früher wurden Radfahrer stets auf den Bordstein verbannt, viele, zu viele Autofahrer glauben, Radfahrer hätten kein Recht auf der Straße zu fahren. Die Schutzstreifen beweisen das Gegenteil.

 

Sim Knur Einbahnstraße Soest… Es ist die Mitte…

Sim Knurs Foto.

 

David Kummer Der Schutzstreifen ist auch eher sinnlos, wenn ein Radler verkehrt rein fährt, muss er/sie sowieso auf den Gehweg ausweichen weil sonst kein Platz fürs Auto ist.
Und in Fahrtrichtung? Da darf eh keiner ein Rad überhohlen, schon weil hier keine 2. fahrspur vorhanden ist um auch nur einen annährenden plaztz zum Überhohlen zu bieten.
Schwachsinnige Geldverschendung.

 

Sim Knur Fahr da mal lang. Ist besser als man glaubt. Danach darfst du es verurteilen.

 

Kai Te Der Streifen in Soest ist super. Aber ich denke mal, die Autofahrer haben dort auch die passende Mentalität. Im Rheinland würde dort trotzdem unter Einsatz von Felgen und Reifen überholt werden.

 

Kai Te Ich war eben noch 40 km unterwegs im südöstlichen Teil Dortmunds, und dort sahen auch alle Streifen so aus wie auf dem vorletzten Bild hier. Deshalb Ronny: Ach. (Loriot). Was Radwege angeht, war die Ausnahme doch immer schon der Normalfall. Was meinst du, warum ich mittlerweile grundsätzlich gegen jede Form von Radweg bin?

 

Jens Ve der Schutzstreifen ist hier ab Bordsteinkannte genau 1,25 m breit, was gefühlt viel zu schmal ist: gefährlich finde ich, dass der Radweg hier so schnittig auf die Straße geleitet wird

Jens Ves Foto.

 

Kai Te Hier sind natürllich nicht alle Streifen untermaßig. Nicht dass ich eben den falschen Eindruck erweckt habe. In den Vororten sehen die meist schon breiter aus. Aber da geben die Strassenquerschnitte das auch her. Es ist doch meist so: Die Schutzstreifen werden bei breiten Strassenquerschnitten schön breit gemacht und schmalen Strassenquerschnitten viel zu schmal. Als Resultat wird man genauso überholt, wie das ohne Streifen auch der Fall wäre. Also eng bei engen Strassen und viel Verkehr und mit Platz bei breiten Strassen mit wenig Verkehr. Als einziger Vorteil bleibt eventuell noch, dass der Streifen als Enscheidungshilfe für schwache Naturen hilfreich sein könnte. Und dass die Hupquote sinkt.

 

Andreas Roeschies Streifen sind NUR bei Auto-Stau sinnvoll. Ansonsten haben sie keine Vorteile. Im Gegenteil, man wird mit WENIGER seitlichem Abstand überholt.

 

Ronny Rutsche Kai Te. Bin ich ja im wesentlichen bei Dir. Wenn die Praxis so aussieht ist das natürlich kontraproduktiv. Da gibt es ausreichend Kommunen und sogar Planungsbüros, die sich den Radverkehr auf die Fahnen schreiben, die solche „Lösungen“ umsetzen. Ich bleibe aber dabei, dass regelkonforme Schutzstreifen meiner Meinung nach eine sehr gute Lösung sind.

 

Matthias Westphal Selbst wenn es darum gehen soll Menschen auf die Fahrbahn zu bringen und die Akzeptanz seitens des MIV zu erhöhen…es gibt sicherlich bessere Konzepte als die des Schutzstreifens, Kai…;)

 

Ronny Rutsche Der Schutzstreifen von Jens Ve ist auch nicht regelkonform, da die erforderliche Breite „problemfrei“ befahrbar sein soll. Das ist durch das Pflaster nicht gegeben – also meiner Einschätung nach nicht regelkonform.

 

Jens Ve Guten Überblick über die Regeln für Schutzstreifen
http://www.adfc-diepholz.de/radwege/schutzstreifen.php

Neben dem ‚baulich getrennten‘ Radweg stehen die…
adfc-diepholz.de|Von Holger Opitz

 

Matthias Westphal Interessant:„Denn die Autofahrer tendieren dazu, immer bis an die gestrichelte Linieheranzufahren. Also: falls nicht genügend Platz für einen Schutzstreifen vorhanden ist, dann ist es besser, gar keinen zu markieren, weil die Autofahrer dann einen weiteren Bogen machen (aha!)!!!!“.Das widerspricht doch irgendwie der Annahme, nach der sich die Überholabstände sogar vergrößern…?

 

Jens Ve das entspricht meiner persönlichen Erfahrung

 

David Kummer Dem kann ich nur zustimmen Jens Ve.

 

Moritz Darge Den Artikel habe ich jetzt nicht gelesen. Doch das Foto vom ADFC Kreis Diepholz bestätigt meine Erfahrung, dass Autofahrer sehr wohl bei Streifen größeren Abstand halten. Ansonsten hat Kai Te Recht. Je schmaler die Straße, desto näher wird vorbeigefahren. Und ja, wenn es nicht einmal für die 1,25m reicht, sollte man es lieber lassen. Die auf diesem Foto gezeigte Lösung halte ich persönlich für ideal. Denn an Kreuzungen fahren viele Autofahrer extra rechts ran. Das unterlassen sie bei Schutzstreifen. Er trägt zum Stressabbau und verhindert aktiv Unfälle. Wie zu fahren ist, habe ich in leuchtendem Grün eingetragen. So kommt man a) am besten durch den Verkehr und b) vermeidet man spitze Winkel. So sind diese Markierungen übrigens auch gedacht.

Moritz Darges Foto.

 

Jens Ve leider kreuzt die grüne Linie eine erhöhte Bordsteinkante und die Einfahrt

 

Moritz Darge Zudem halte ich die Markierung für illegal. Korrekt wäre die gelbe Messung.

Moritz Darges Foto.

 

Moritz Darge Jens Ve na und? Der Bordstein wird heruntergefahren, die Einfahrt ist strikt wartepflichtig.

 

Kai Te Wie kommt ihr jetzt darauf, der Streifen würde die Überholabstände noch vergrössern? Das Gegenteil ist der Fall. Nur weil einige Autofahrer einen gleich großen Abstand einhalten? Viele Autofahrer, mehr als im Mischverkehr, fahren aber genau am Strich links vorbei. Das ist ein psychologischer Effekt. weil eine Trennung suggeriert wird. Das ist auch von den anordnenden Behörden genau so gewollt. Da soll bei nicht vorhandener Gesamtbreite weder auf Parkstreifen noch Radwege noch auf ein oder zwei Fahrstreifen verzichtet werden. Dann werden Schutzstreifen eingesetzt. Das blöde an den Dingern ist, dass man die hinterher nicht so leicht wieder weg bekommt, da keine Benutzungspflicht besteht.

 

Kai Te Moritz, so gestaltet man keinen Radweganfang. Da gehört eine schraffierte Sperrfläche an den Anfang des Streifens, und dann dahinter die Abflachung des Bürgersteigs. In die Rechtsabbiegespur würde ich die Radfahrer nicht vom Bürgersteig fahren lassen, dass gibt wieder massiv Konflikte mit den Abbiegern. So gesehen müsste der Streifen noch 50 m eher anfangen, damit die Rechtsabbieger auf die Radfahrer aufmerksam werden.

 

Moritz Darge Das mit den schraffierten Flächen, da stimme ich dir zu. Rechtsabbieger wechseln die Spur und müssen daher die Vorfahrt der Radfahrer achten. Wie hier zu sehen ist, sind es noch etliche Meter, bis zum Abbiegepunkt, wo es in die neue Straße geht. Die Radfahrer sind daher die einzigen, auf die Rechtsabbieger achten müssen.

 

Kai Te Jaja. Autofahrer müssen die Vorfahrt der Radfahrer achten. Schutzstreifen haben immer die vorgeschriebene Breite. Und Schweine können fliegen.

 

David Kummer Wenn es wirklich ein SCHUTZSTREIFEN für Radler wäre, dann wäre dieser 2,5 Meter breit. Alles andere ist ein ABSCHIEBESTREIFEN. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Matthias Westphal Auf vergrößerte Abstände kommen wir aufgrund zweier Studien, die weiter oben erwähnt werden, Kai.

 

David Kummer Kai Te Wieviele Meter sind das? 15? Wie lang brauchst mit Tempo 30 um 15 Meter zurück zu legen?
50m wären hier sinnvoll.

 

Richard Frantz Wagner In der Stadt ist Fahrradfahren auf der Fahrbahn sinnvoll und sicher – aber nur auf echten Radfahrstreifen mit durchgezogener Linie. Oder besser noch auf „Protectet Bikelanes“ (wie in Kopenhagen). Die sog. „Schutzstreifen für den Fahrradverkehr“ sind nur ein Placebo und juristisch ein Blankoschein für den Autoverkehr bzw. für das Recht des Stärkeren.

 

taz-Kommentar zur Flächen-Gerechtigkeit bei den Verkehrsteilnehmern: http://www.taz.de/Kommentar-Radverkehr/!156635/

Die Zahl der Fahrradfahrer in Deutschland nimmt weiter…
taz.de|Von Malte Kreutzfeldt

 

Moritz Darge David ich weiß zwar nicht, was deine Rechnung soll, doch bei Tempo 30 braucht man 1,8 sec für 15 m und 6 sec für 50 m.

 

David Kummer 1Sekunde braucht es bis du bemerkt wirst, 1 Sekunde braucht es bis Reagiert wird.
Dann ist das Auto schon neben dir und kann den Abstand nicht mehr einhalten. Daher die einfache Rechnung.
6 Sekunden(also 50 Meter) sind hier also die Sicherheitsreserve um sicher mit dem Rad auf diesen „“Schutzweg““ einfahren zu können.

 

 

Kai Te Ja und? Das sind höchstens 20 m bis zur Kreuzung. Und es zählt der Punkt, wo der Rechtsabbbiegestreifen anfängt.

 

David Kummer Genau, 20m sind nicht so sicher wie 50m. Die ZEIT, die vergeht bis du auf deinem Rad wargenommen wirst, ist bei 20m einfach zu kurz.
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3 Gedanken zu “Diskussion zu Schutzstreifen (März 2015)

  1. ich fahr meist eher links auf dem Schutzstreifen, als mittig, das erhöht die Überholabstände der Autofahrer und ich habe einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos etc.

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  2. Die Überholabstände steigen minimal. Das aber nur deshalb, weil Radfahrer nach der Markierung von Schutzstreifen dazu tendieren, noch weiter am Fahrbahnrand/parkenden Fahrzeugen zu fahren als vorher, nicht etwa weil Autofahrer mehr Abstand halten. Ferner gilt dies nur, wenn kein Gegenverkehr vorhanden ist. Bei Gegenverkehr sinken die Überholabstände deutlich. Ist alles genau so in der Studie zu finden, auch wenn in der Öffentlichkeit diese „Kleinigkeiten“ unter den Tisch gefallen lassen werden.

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