5000 für die Verkehrswende

5.000 demonstrieren vor NRW-Landtag für Verkehrswende  


Eine Woche vor der Landtagswahl hat ein breites Bündnis von Umwelt- und Verkehrsverbänden sowie Initiativen den Druck auf die künftige Landesregierung erhöht. Stellvertretend forderten ADFC, Attac, BUND, Campact, FUSS e.V., Greenpeace, RADKOMM und VCD bei ihrer Kundgebung mehr Platz für Rad- und Fußwege und eine zuverlässige, gut getaktete und bezahlbare Mobilität in Bus und Bahn. Mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz verlangten sie einen sofortigen Bau- und Planungsstopp für neue Landes- und Bundesfernstraßen für den Autoverkehr.

Bereits am frühen Morgen hatten sich tausende Radfahrende aus NRW auf mehr als 20 Zubringerrouten in Richtung Landeshauptstadt aufgemacht. Am Mittag startete am Düsseldorfer Hauptbahnhof eine bunte Fußdemonstration. Die Radstafetten mit einer Gesamtlänge von mehr als 350 Kilometer näherten sich sternförmig der Landeshauptstadt und vereinten sich kurz vor der Landtagswiese mit der Fußdemo.

Auch aus Düren hatten wir einen Zubringer per Fahrrad nach Düsseldorf organisiert, um für eine gerechte Verteilung des Straßenraums zu demonstrieren.

8:30 – Start am Bahnhof Düren
Autofahrer umsteigen !
Wahrlich Autofahrer:in, ich sage Dir: Du kannst wieder gehen !

Nach der Kundgebung starteten die Teilnehmenden zu einer 18 Kilometer langen Fahrraddemo durch die Landeshauptstadt.

Axel Fell, Landesvorsitzender ADFC NRW:
„Heute haben nicht die Autos die Straßen und den öffentlichen Raum dominiert, sondern Menschen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es war ein großes Fest für alle. Denn so unglaublich viele haben sich mit dem Fahrrad, zu Fuß und mit Bus und Bahn auf den Weg gemacht, um der Politik kurz vor der Landtagswahl klar zu machen: Wir brauchen Vorfahrt für den Umweltverbund. Wir brauchen mehr und bessere Geh- und Radwege und bezahlbare Bus- und Bahntickets. Nicht irgendwann – sondern jetzt!“

Thomas Eberhardt-Köster, Koordinierungskreis Attac:

”Trotz Klimakrise und Dauerstau in den Städten hat die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW in den letzten Jahren vor allem den Autoverkehr gefördert und die Interessen der Autoindustrie bedient. Der klimafreundliche öffentliche Verkehr wurden stiefmütterlich behandelt. Wir fordern von der neuen Landesregierung eine konsequente Mobilitätswende, die mehr ist als eine Antriebswende vom Verbrenner zum E-Antrieb! Wir brauchen deutlich weniger Autos und mehr und besseren öffentlichen Verkehr.”

Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND:

„Es kann nicht angehen, dass unsere Steuergelder für den klima- und umweltschädlichen Straßenneubau verpulvert werden, während die bestehende Infrastruktur, die Straßen und Brücken, zerbröseln. Wir fordern den Stopp aller Straßenbauplanungen. Alle Projekte des Landesstraßenbedarfsplans und des Bundesverkehrswegeplans müssen auf den Prüfstand. Die Verkehrsflächen müssen zugunsten von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr neu aufgeteilt werden. Die Betonpolitik muss ein Ende haben.“

Weitere Zitate und Berichte hier:
https://verkehrswendejetzt.nrw/presse/

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