Warum Radfahrende „übersehen“ werden

danke an Radfahren in Stuttgart Christine Lehmann

Warum Radfahrende für viele Autofahrende einfach Luft sind

Foto: radfahren in Stuttgart

Der Bonner Psychologe, Martin Junghöfer, hat sich mit der Frage befasst, warum ein Mensch hinterm Lenker seines Autos so oft Radfahrende übersieht. 

In dem Wort „übersehen“ steckt ja eine passive und eine aktive Komponente. Man kann jemanden absichtlich übersehen oder nur gerade nicht beachtet haben. Autofahrende sehen Radler:innen durchaus, sie erregen nur nicht seine Aufmerksamkeit und veranlassen ihn deshalb auch nicht, auf sie zu reagieren. Junghöfer geht von der Erfahrung aus, die er oft gemacht hat und die auch wir in verschiedenen Varianten kennen. Wir radeln auf einem Radweg. Ein Autofahrer will den Parkplatz eines Supermarkts verlassen und muss dabei Gehweg und Radweg überqueren. Er guckt auch in unsere Richtung und müsste uns also gesehen haben (manchmal sehen wir auch, dass er uns sieht), hält aber nicht an, sondern fährt quer über den Radweg bis zur Bordsteinkante vor, und wir müssen eine Vollbremsung machen und denken: Verdammt, der hat uns doch gesehen! Oder: Ein Autofahrer überholt mich und biegt vor mir nach rechts ein, und ich muss heftig bremsen, weil er mich sonst umnieten würde. Verdammt, der hat mich doch eben gerade gesehen! 

Die Überlegungen von Junghöfer beantworten viele Fragen, die ich mir immer gestellt habe. 

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