StVO 2020: Nebeneinander fahren erlaubt

Klarstellung zum Nebeneinanderfahren von Radfahrenden

Das Nebeneinanderfahren von Radfahrenden ist ausdrücklich erlaubt, wenn der Verkehr dadurch nicht behindert wird. Die bisherige Formulierung in der StVO stellt das Hintereinanderfahren in den Vordergrund und kann daher missverstanden werden.
Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/stvo-novelle.html

Meine Gedanken
Wir sollten es ab sofort alle einfach mal tun, also zu zweit nebeneinander fahren.
Die Formulierung: „wenn der Verkehr dadurch nicht behindert wird“ stört mich im StVO Text jedoch gewaltig. Was soll das heißen? Radfahrende sind auch Verkehr. Jedoch kann jeder Verkehrsteilnehmer diesen Satz zu s
einen Gunsten auslegen. Radfahrer genauso wie Autofahrer.

Die Zeiten des Vorrechts für Kraftfahrer sind vorbei

…und wir Radfahrende zeigen es, in dem wir auch mal nebeinander fahren. Es kostet wohl etwas Überwindung, das auch zu tun. Denn jahrzehntelang wurde uns eingetrichtert:  fahre rechts, … pass auf da kommt ein Auto, …lass den mal vorbei usw...
Viele Kraftfahrer meinen immer noch, ihnen gehöre die Straße allein und die Schwächeren müssten jederzeit und überall Platz machen. Zeigen wir doch, dass auch wir Radfahrende zum Verkehr gehören. Z.B wenn wir nebeneinanderfahren. Außerdem können wir uns beim Radfahren dann besser unterhalten. Immerhin sitzen Fahrer und Beifahrer im Auto auch nebeneinander. Warum sollten zwei Rad fahrende nicht den gleichen Platz beanspruchen wie ein Auto ?

Was meint ihr ?
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3 Gedanken zu „StVO 2020: Nebeneinander fahren erlaubt

  1. Ich hasse Radler/innen, die nebeneinander fahren (um zu tratschen) und mir entgegenkommen. Ich muss dann ganz rechts fahren, um Kollisionen zu vermeiden. Das Gleiche, wenn ich zwei Räder nebeneinander von hinten überholen möchte.

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  2. Viele Autofahrer kommen schon nicht damit klar, wenn man neben geparkten Fahrzeugen mit einem Abstand von 1 bis 1,5 m fährt. „Nebeneinanderfahren“ ist für die das rote Tuch schlechthin.

    Wenn man nebeneinanderfährt, ist man aber unter Umständen auch anderen (schnelleren) Radfahrern (oder anderen Zweiradfahrern) im Weg. Das muss dann im Einzelfall auch nicht unbedingt sein. Verkehrswege dienen meiner Ansicht nach in erster Linie dem Verkehr – und nicht der sozialen Interaktion. Gequatsche während der Fahrt lenkt eh nur unnötig ab.

    Ich würde mir trotzdem folgende Klarstellungen wünschen: Nebeneinanderfahren vor einem mehrspurigen Fahrzeug ist keine Behinderung, wo ein Überholen (unter Einhaltung der dann vorgeschriebenen Sicherheitsabstände) mit diesem mehrspurigen Fahrzeug legal nicht möglich ist. Also z. B. bei durchgezogenen Linien, Sperrflächen, Fahrbahnteilern, an unübersichtlichen / kurvigen Stellen. In diesen Fällen müsste man eigentlich auch das Rechtsfahrgebot „aufweichen“ / entsprechend auslegbar machen.

    Außerdem fehlt m. E. die Klarstellung, dass das Überholen anderer Radfahrer kein „Nebeneinanderfahren“ darstellt. Mich hatte da letzten Sommer auf einer Landstraße einer aggressiv mit 25 cm Abstand rasiert und angehupt, weil ich es gewagt hatte, an einer Stelle, an der er wegen Unübersichtlichkeit eh nicht auf die Gegenfahrbahn hätte ausweichen dürfen, einen anderen Radfahrer zu überholen. Die sind da ernsthaft der Ansicht, sie hätten in diesen Fällen ein Vorrecht beim Überholen. Und ich fürchte, dass das ein Richter auch genau so auslegen würde…

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