CDU: „aggressive Kampfradler“

Ein Gastbeitrag von Roger Eichler zur Berichterstattung der Dürener Zeitung / Dürener Nachrichten über die geplante Neugestaltung der Bismarckstraße.,
insbesondere Artikel v. 22.11. 2017: „CDU kritisiert Umbaupläne“

So unhöflich es sein mag: Man muss leider konstatieren, dass die Dürener CDU von Radverkehr keinerlei Ahnung hat. Das fängt schon damit an, dass sie den Unterschied zwischen „Straße“ und „Fahrbahn“ nicht kennt.

Dann fällt ihr nichts Besseres ein, als das gute alte Feindbild vom „Kampfradler“ wieder hervorzukramen. Dieses Mal in der Modefarbe „sportlich-aggressiv“.

Liebe CDU, konstruktiv geht anders. Tumbes Freund – Feind-Denken führt im Straßenverkehr zu nichts Gutem.

Andernfalls müsste man wohl sagen: Die CDU macht Verkehrspolitik für die unsportlich-aggressiven Kampfraser, Kampfhuper, Kampfdrängler, Kampfparker, Kampfschneider, Kampfstinker, Kampf-„Fahraufdemradwegdupenner“-Brüller, Kampf-Engüberholer, Kampf-„Überseher“ und ähnliche Formen von Haltern lackierter Kampfhunde.

Die Borniertheit der CDU gegenüber dem Verkehrsmittel Fahrrad gipfelt in der Forderung nach weiterer (eklatant rechtswidriger) Benutzungspflicht des derzeit vorhandenen „Radweges“. Dieser ist viel zu schmal, hat eine holperige Oberfläche, ist durch nasses Laub verdreckt und rutschig, zwingt durch bizarrste Verschwenkungen zu halsbrecherischen Slalomfahrten und birgt vor allem an Kreuzungen und Einmündungen ein großes Risiko, von abbiegenden Kfz „übersehen“ und umgefahren zu werden. Das Befahren dieses Weges mit einer für Radfahrer üblichen Geschwindigkeit von 20-25 km/h ist hoch riskant.

Während sich andere den Kopf darüber zerbrechen, wie man auf der Bismarckstr. Bus- und Radverkehr miteinander in Einklang bringen kann, geht es der CDU einzig darum, für ihre Gaspedal-Klientel die Fahrbahn von lästigem Radverkehr freizuhalten.
Das ist sooo vorgestrig!

Hier ein Beitrag der Grünen zur Umgestaltung der Bismarckstraße:
https://gruene-dueren.de/2017/11/umgestaltung-bismarckstrasse_11383.html

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2 Gedanken zu „CDU: „aggressive Kampfradler“

  1. Stimmt so nicht. Der etwas neuere Forschungsbericht des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft sagt klipp und klar:

    „Die mittlere Unfallrate rechtsfahrender Radfahrer ist bei anforderungsgerechten Radwegen niedriger als bei nicht anforderungsgerechten Radwegen, aber gleich mit anforderungsgerechten Radfahrstreifen.“
    https://udv.de/system/files_force/tx_udvpublications/fb_21_ab_pkw_rf.pdf (S. 23).

    Natürlich schneiden alte, nicht gut dimensionierte Radwege schlechter ab! Und die Beschränkung mit „rechtsfahrend“ bezieht sich darauf, dass auf Radwegen erheblich viel mehr Geisterfahrer unterwegs sind, und die erhöhen die Unfallrate! Aber da muss man die Ursache bekämpfen. Nicht sagen: wir bauen keine Radwege mehr. Denn nur Radwege (in verkehrsdichteren Straßen) ziehen mehr Radverkehr nach sich. Und als Bonus: Safety in Numbers.

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