Bei Unfall schuldig !?

In falscher Richtung auf Radweg: Hauptschuld bei Unfall

So der Titel eines Artikels in den Dürener Nachrichten.
weiter steht dort:

Mal eben in falscher Richtung auf dem Radweg radeln – ein Kavaliersdelikt? Nein, denn kommt es dabei zu einem Unfall, muss der Fahrradfahrer unter Umständen zum überwiegenden Teil haften.

Im verhandelten Fall fuhr ein Radler auf einem kombinierten Geh- und Radweg – aber gegen die Fahrtrichtung. Bei einer Straßeneinmündung fuhr er achtlos weiter und wurde von einem Auto erfasst.

Das Oberlandesgericht München (Az.: 10 U 4616/15) sprach dem Radler 75 Prozent der Haftung zu. Er sei ohne „rechtfertigenden, entschuldigenden oder wenigstens nachvollziehbaren Grund” in falscher Fahrtrichtung gefahren. Er hätte wie ein Fußgänger anhalten und auf das Auto warten müssen. Der Autofahrer musste die restlichen 25 Prozent des Schadens übernehmen.

Das erinnert mich an meinen Beinaheunfall vor ein paar Jahren, bei dem mich kurz vor Niederau, ein links abbiegendes Auto fast auf die Haube genommen hatte.
Ich kam über den Radweg aus Richtung Kreuzau. Parallel zu mir fuhr ein Auto, der Fahrer übersah mich wohl und ich sah ihn auch erst im letzten Moment, so dass ich noch reflexartig bremsen konnte.
Hätte ich hier Schuld gehabt ? Der kombinierte Rad- / Gehweg wurde  zwischenzeitlich zum Gehweg um gewidmet, auf dem Radfahrer freie Fahrt haben.
Was gilt denn dann an der Kreuzung ? Dort komme ich ja linksseitig, aus der „falschen“ Richtung.
Das Erlebnis war mir eine Lehre, seitdem achte ich immer auf Linksabbieger,
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Ein Gedanke zu “Bei Unfall schuldig !?

  1. Abbiegende KFZs sind immer eine große Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, weil Fahrer nicht aufmerksam genug sind oder den Überblick verlieren. Wer Schuld ist, ist ja erstmal egal, Hauptsache es kommt keiner zu Schaden.

    Autofahrern und der Presse und der Polizei für ihre Pressemitteilungen sage ich: Es gibt eine Gruppe von Menschen, die dürfen ganz legal dort fahren, das sind Kinder.
    Man muss also immer mit Fahrrädern aus beiden Richtungen rechnen! Außerdem ist laut STVO stets mit Fehlern anderer und damit auch dem häufigen Fehler der „falsch benutzten Seite“. Wer als Kraftfahrzeugfahrer dann trotzdem fährt, hat also selbst bei Fehlverhalten des Radfahrers (falsche Seite) immer eine große Mitschuld, der Fahrradfahrer oft den größeren Schaden.

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