Schildbürgerstreich Brückenstraße

Rolle Rückwärts

brueckenstrase
Nein, die Bildüberschriften sind nicht versehentlich vertauscht.
Die Anordnung mit dem Radlerraum vor den Autos ist einfach rückgängig gemacht worden.
Rolle Rückwärts heißt das dann. Gerade mal ein paar Monate ist es her, dass man diesen Teil des erneuten Brückenumfeldes fahrradfreundlich gestaltet hatte. Und nun dies!
Soweit uns inzwischen zu Ohren gekommen ist, ist diese Aktion von Straßen NRW umgesetzt worden
Zumindest hat die Stadt diese Pressemeldung heraus gegeben, war also informiert: http://www.dueren.de/
Hat oder haben da irgendwelche einflussreiche Anlieger ihren Einfluss geltend gemacht? Etwas anderes ist kaum vorstellbar.
Jedenfalls sind wir sehr empört darüber. Zwar wird diese Rolle Rückwärts nicht übermäßig teuer gewesen sein (wie man am Bild erkennen kann, hat man bloß etwas von der Deckschicht weggefräst – der Beweis des „nachher“), aber immerhin musste die Ampelanlage dafür angepasst werden. Gerade wir von Pro Rad finden es unfassbar, dass für eine derartig rückständige Änderung auch noch Geld bereitgestellt wird. Geld, das – wie das zuständige Landesministerium gebetsmühlenartig bei jeder Gelegenheit betont, nicht da ist, um z.B. den Radweg zwischen Kreuzau und Niederau zu sanieren. Dann reden wir nicht einmal vom erbärmlichen Zustand an der Nordseite der Brücke, Richtung Arnoldsweiler. Da passiert immer noch nichts.
Wenn ein Privatmann ohne Genehmigung einen Anbau an seinem Wohnhaus vornimmt, läuft er große Gefahr, dass der Anbau wieder rückgängig gemacht werden muss. Nicht anders sollte es sein, wenn irgendwelchen staatlichen Akteure ohne Achtung von ordentlichen und offenen Verfahren Fakten schaffen.
Wir wollen, dass der Werdegang dieser Geschichte restlos aufgeklärt wird! Und wenn es dazu führt, dass Köpfe rollen. Rückwärts.
Das „Sahnehäubchen“ der Geschichte ist dieses hier: Fußgänger und  Radler müssen seit der Änderung Knöpfchen drücken, wenn sie hinüber wollen….
Das hätte man auch gleich richtig ausführen können, durch die Wegnahme der Verkehrsinsel wurde Platz gewonnen, da hätte der Schutzstreifen und die Aufstellfläche für Fahrradfahrer auch belassen werden können. 

 

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5 Gedanken zu “Schildbürgerstreich Brückenstraße

  1. mal ehrlich, um den Radverkehr dort zu beschleunigen, der aus der Brückenstraße z.B. in die Arnoldsweiler Straße will, hätte auch noch ein Angebotsstreifen und einen Aufstellfläche vorn hingepasst, die Bettelampel ist absolut nicht mehr zeitgemäß !

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  2. Der benutzungspflichtige gemeinsame Rad- und Fußweg, der da mitten in der Kurve zur Schoellerstraße beginnt und keinerlei Mindestmaße für die Anordnung einer Benutzungspflicht einhält, ist natürlich ein Witz. Die Benutzungspflicht kann man erfolgreich wegklagen. Daß man als rechtsabbiegender Radfahrer mitten im Abbiegevorgang in der Kurve unvorhersehbar auf das Hochbord wechseln muß, ist ebenso unzumutbar. Das Schild ist also klar illegal.
    Davon abgesehen kann ich aber nichts bedenkliches finden. Man ordnet sich in der Brückenstraße in die jeweilige Spur ein und biegt gemeinsam mit den KFZ nach links oder rechts in die Schoellerstraße ab. Das ist ein völlig normaler Vorgang. Fahrräder sind Fahrzeuge und mit diesen hat man nun mal die Fahrbahn zu benutzen. Dazu sind sie ja da.

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    • Vehicular Cycling -gut und schön
      fahre auch am liebsten auf der Fahrbahn und bin dort durchaus selbstbewußt unterwegs. Aber mal ehrlich, sollen Radfahrer, die, so wie ich rechts über die Brücke und dann links in die Eisenbahnstraße wollen, sich allen Ernstes über zwei Geradeausspuren hinweg auf die Abiegespur kämpfen. Dabei muss man sich durch lauter Autos fädeln, deren Fahrer bereits in Gedanken auf der Autobahn sind wenn sie nicht gerade auf ihren Smartphones rumdaddeln. Für mich käme dieses Ansinnen einem Fahrverbot gleich, denn lebensmüde bin ich wirklich nicht.
      Statt dessen fahre ich an der Einmündung Brückenstraße geradeaus auf den dortigen Radweg und bin mit aller gebotenen Vorsicht bis zur Eisenbahnstraße als Geisterradler unterwegs. Das erspart mir zwei konfliktreiche Querungen an der aus Radfahrersicht total vermurksten Kreuzung Schoellerstr. Eisenbahnstr./Arnosldsweiler Weg. Daher habe ich, auch wenn ich nicht wirklich links abbiegen will, den Angebotstreifen und die Aufstellfäche regelmäßig genutzt. Diese jetzt entfernten Fahrbahnmarkierungen sollen es dem Radverkehr doch wohl ersparen, immer wieder in der Abgaswolke des MIV anfahren zu müssen. Außerdem sind Radfahrende immer schon halb über die Straße bevor sich die träge Masse der Autos überhaupt in Bewegung gesetzt hat. Jetzt muss man sich mit dem Rad entweder durchquetschen oder, wenn das nicht geht, hinten antellen. Ich finde das sehr bedenklich.

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