Radfahrer leben gefährlich in Düren

Die Dürener Zeitung berichtet heute zur Verkehrsunfallstatistik 2015 der Kreispolizeibehörde Düren.

Erschreckend: 2015 steigt die Zahl der verunfallten Radfahrer dramatisch: 31% mehr zum Vorjahr !
Mehr als die Hälfte aller verletzten Radfahrer kommen in der Stadt Düren zu Schaden !

In Düren gelten die Kreuzungen August-Klotz-Straße/Goethestraße, Eisenbahnstraße/Brandströmstraße sowie Friedrich-Ebert-Platz/Schoeller-Straße/Kölnstraße zu den Stellen mit den meisten Unfällen.

Quelle: http://www.polizei.nrw.de/dueren/

Aus der Polizeistatistik geht hervor: Im Jahr 2015 sind mit zwei tödlich verletzten Radfahrern ebenso viele Tote zu beklagen wie im Jahr 2014.
Die Zahlen der schwerverletzten (39) und leichtverletzten (195) Radfahrer sind jedoch über 30% gestiegen.
Die Unfallursachen beruhen sowohl auf Fehlverhalten von, als auch gegenüber Radfahrern.

Schaut man sich jedoch die Pressemeldungen der Polizei zu  Unfällen mit Radfahrerbeteiligung an, ist die Schuld überwiegend bei Kraftfahrern zu finden und seltener bei Radfahrern.
Oft werden Tatbestände, wie Missachtung der Vorfahrt als harmloses „Übersehen“ beschrieben.
Fahrlässige Körperverletzung wird mit „berührte“ abgemildert, wenn z.B. beim Überholen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde.
Die Polizei schreibt: „Radfahrer profitieren nicht von den deutlich verbesserten Systemen der aktiven und passiven Sicherheit, die bei Pkw und Lkw in den vergangenen Jahren mit zu den Rückgängen bei den Verunglücktenzahlen beitrugen.“  Von 2011 bis 2014 sank die Zahl der verletzten Radler stetig. Wie kommt es, dass sie 2015 wieder schlagartig steigt ? „Die Zielgruppe der Radfahrer bleibt weiterhin im Blickpunkt präventiver und repressiver Maßnahmen.
Gut war, dass Polizisten mal vom Fahrradsattel aus das Verkehrsgeschehen in Düren überprüften, dabei war das Hauptaugenmerk, Knöllchen an Radfahrer zu verteilen.
Bleibt zu hoffen, dass geplante Maßnahmen für die Radverkehrsinfrastruktur in der Stadt zügig und dem Stand der Technik entsprechend umgesetzt werden. Z.B. Sicherheitsabstände bei der Anbringung von „Angebotsstreifen“. Desweiteren kann immer wieder an gegenseitige Rücksichtnahme und Vorsicht appeliert werden.
Wer als Autofahrer ein Zeichen für Fairness setzen möchte, kann sich einen solchen Aufkleber auf die Heckklappe kleben:Abstand-Aufkleber-7Wenn Du den Aufkleber haben möchtest,
schreibe eine Email an jens.veith@posteo.de

Informationsquellen
http://www.polizei.nrw.de/media/Dokumente/Behoerden/Dueren/Jahresbericht_Verkehr_2015.pdfhttp://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/17-unfalltote-hinterlassen-fragezeichen-1.1295495

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Ein Gedanke zu “Radfahrer leben gefährlich in Düren

  1. Bitte gebt Aussagen erwiesener Radfahrgegner nicht ungeprüft weiter. Ein Anstieg der Radfahrer-Unfallzahlen kann einfach bedeuten, dass mehr Radverkehr stattfindet. Absolute Unfallzahlen nützen nichts ohne einen Vergleich mit absoluten Fahrleistungen. Einzelne Jahre sind schon wetterbedingt schlecht miteinander vergleichbar. Eins stimmt jedenfalls nicht: Dass Radfahren besonders gefährlich ist!

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