Schutzstreifen / Sitzung / Unfall / Pressemeldung

Die Planungen zu Schutzstreifen auf der Kreuzauer Straße nehmen konkrete Formen an

Die Dürener Zeitung berichtet dazu:

 …Damit Radfahrer auf der Kreuzauer Straße in Zukunft besser geschützt werden, will die Stadt Düren auf der gesamten Länge der Durchfahrtsstraße von der Ortseinfahrt bei Krauthausen bis zur Kreuzung „Am Sandberg“/Cyriakusstraße an beiden Fahrbahnrändern jeweils einen 1,50 Meter breiten Schutzstreifen für Radfahrer markieren…

weiterlesen auf: http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/

am heutigen Dienstag findet um 17:00 eine Sitzung des Verkehrs- und Bauausschuss statt, die Beschlussvorlage und Planungsunterlagen können eingesehen werden. Links dazu siehe unten.

Zitat aus der Beschlussvorlage dazu:

…in der gesamten Kreuzauer Straße soll an die beiden Fahrbahnränder jeweils ein 1,50 m breiter Schutzstreifen markiert werden. Es verbleibt eine Restfahrbahnbreite zwischen den Schutzstreifenvon 4,50 m bis 4,75 m, die eine PKW/PKW-Begegnung ohne und PKW/LKW-Begegnung mit Inanspruchnahme des Schutzstreifens ermöglicht.

Im ersten Abschnitt der Kreuzauer Straße von der Ortseinfahrt Niederau bis zum Knotenpunkt Kreuzauer Straße/Renkerstraße wird die Radwegebenutzungspflicht nach StVO auf den im Seitenraum befindlichen Radwegeanlagen aufgehoben, da die Radwegeanlage sich in einem baulich unzureichenden Zustand befindet bzw. die Ausstattung nicht den Erfordernissen des modernen Radverkehrs entspricht. Der vorhandene Radweg bleibt erhalten, er wird dann als „anderer Radweg“ weiter benannt. Dieser „andere Radweg“ darf befahren werden und wird auch weiter von schutzbedürftigen Radfahrern genutzt…
….Schutzstreifens von 1,50 m Breite ist unkompliziert, da das Parken in diesem Abschnitt geordnet ist. Der Radfahrer hat in diesem Fall ein Wahlrecht zwischen Fahrbahn und dem „anderen
Radweg“….

Der Stadteil Krauthausen ist das „Industriegebiet“ zwischen Niederau und Düren, demnach bedeutet das, dass dort die Benutzungspflicht der Radwege aufgehoben wird ?! Hier wird dann nur das umgesetzt, was schon seit Ende der 90er in der Straßenverkehrsordnung steht: Radfahrer gehören auf die Straße. In Niederau selbst gibt es keinen benutzungspflichtigen Radweg (mehr).

Radfahrer auf dem Radweg von Autotür zu Fall gebracht

schmitz02

Gefahrenpunkte auf Radwegen

am Montag Morgen befuhr ein Radfahrer den benutzungspflichtigen Radweg an der Kreuzauer Straße von Niederau kommend Richtung Düren.
Auf Höhe der Fa. Sihl öffnete sich plötzlich die Beifahrertür eines längsseitig parkenden Autos, der Radfahrer konnte nicht mehr ausweichen und fuhr gegen die Tür und schleuderte über diese. Er wurde an Rippen, Hand etc. verletzt.
Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dem Radfahrer gute Besserung !
Der Autofahrer interessierte sich nur für seine beschädigte Türe !
Hier zeigt sich wieder, was parallel zur Straße geführte Radwege für Gefahren bergen. Unachtsame Beifahrer öffnen gedankenlos ihre Türe…
…Radfahrer werden leider Tag täglich „übersehen“.

Pro Rad fordert eine sofortige Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht zwischen Niederau und Düren, wie in der Beschlussvorlage angedeutet

Der Unfall wurde schon auf unserer Facebookseite gepostet und kommentiert.

Sitzung 20.10.2015 Verkehrs- und Bauausschuss

Wer um 17:00 nichts vor hat, kann zur öffentlichen Sitzung kommen.
Im Rathaus, Raum 106, Sitzungssaal, Kaiserplatz 2-4, 52349 Düren

Den Radverkehr betreffende Punkte der Tagesordnung:

3 Radverkehr im Stadtgebiet  2015-0362
Dokumenttyp Bezeichnung Aktionen
Dokument anzeigen: Mitteilungsvorlage Dateigrösse: 178 KB Mitteilungsvorlage 178 KB
Dokument anzeigen: Antrag Dateigrösse: 680 KB Antrag 680 KB

10 Markierung von Schutzstreifen in der gesamten Kreuzauer Straße von der Ortseinfahrt Niederau bis zum Knotenpunkt Kreuzauer Straße/Am Sandberg/Cyriakusstraße  2015-0432
Dokumenttyp Bezeichnung Aktionen
Dokument anzeigen: Beschlussvorlage Dateigrösse: 248 KB Beschlussvorlage 248 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1 Dateigrösse: 197 KB Anlage 1 197 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 Dateigrösse: 167 KB Anlage 2 167 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3 Dateigrösse: 311 KB Anlage 3 311 KB
Dokument anzeigen: Anlage 4 Dateigrösse: 122 KB Anlage 4 122 KB
Dokument anzeigen: Anlage 5 Dateigrösse: 197 KB Anlage 5 197 KB

13 Markierung von Schutzstreifen in der Kölnstraße vom Knotenpunkt Hohenzollernstraße/Schützenstraße bis Friedrich-Ebert-Platz  2015-0284/1
Dokumenttyp Bezeichnung Aktionen
Dokument anzeigen: Beschlussvorlage Dateigrösse: 287 KB Beschlussvorlage 287 KB
Dokument anzeigen: Anlage Dateigrösse: 171 KB Anlage 171 KB
13.1 Nachtrag: 08.10.2015* Aktionen gegen Toter-Winkel-Unfälle  2015-0428
Dokumenttyp Bezeichnung Aktionen
Dokument anzeigen: Antrag Dateigrösse: 99 KB

Quelle und weitere Infos:
Auf www.dueren.de Sitzung 20.10.2015 Verkehrs- und Bauausschuss

Advertisements

3 Gedanken zu “Schutzstreifen / Sitzung / Unfall / Pressemeldung

  1. Email an den Fahrradbeauftragten 21.01.2016 zum Thema Schutzstreifen Kreuzauer Straße

    Sehr geehrter Herr Schmitz,

    der Jahreswechsel und die Ferien liegen schon eine Zeit lang hinter uns, trotzdem noch ein frohes neues Jahr 2016. Doch eine Sache die mir „Bauchschmerzen“ bereitet wollte ich noch ansprechen:

    Die Schutzstreifen*(Angebotsstreifen), welche an den parkenden Autos vorbei geführt werden siehe:

    Plan der Schutzstreifen auf der Kreuzauer Straße im Bereich der Bäckerei
    Bildquelle:
    https://sessionnet.krz.de/dueren/bi/getfile.asp?id=564212&type=do

    Ist hier kein Sicherheitstrennstreifen zu den parkenden / haltenden Autos geplant ?

    Ich halte diese Führung der Schutzstreifen für gefährlich, da der Gelegenheitsradler eher mittig des Schutzstreifens fährt, und dann ggf. auf die Straße ausweicht oder in sich öffnende Autotüren fährt.

    Grade hier wäre der Sicherheitstrennstreifen wichtig. Kann hier die Kernfahrbahn noch eingeengt werden ?
    Als erfahrener Radler fahre ich dort natürlich nicht mittig auf dem Schutzstreifen sondern halte die Sicherheitsabstände zu parkenden Autos ein, aber was tut ein Gelegenheitsradler / Kinder, etc ?
    Für wann ist denn die Markierung der Schutzstreifen* geplant ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Jens Veith

    *Hält sich ein Radfahrer an das Rechtsfahrgebot und damit den vorgeschriebenen Mindestabstand von 75 Zentimetern zum Gehweg ein, hängt ein normaler 60-Zentimeter-Lenker nicht nur über der Trennlinie eines üblichen Schutzstreifens, sondern ragt auch noch 10 Zentimeter hinüber in den benachbarten Fahrstreifen.

    Ergo fahren viele der Radfahrer, die ohne Schutzstreifen ausreichend Abstand zum Fahrbahnrand einhielten, noch näher am Fahrbahnrand, am Gehweg oder an Parkplätzen entlang als ohne Schutzstreifen. Dies wurde durch Beobachtungen im Rahmen einer Untersuchung [3] im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bestätigt und als Erfolg begrüßt. Daß sich Radfahrer damit selbst stärker gefährden, weil sie den Sicherheitsabstand nach rechts vernachlässigen, wird ignoriert. Radfahrer werden durch Schutzstreifen dazu angehalten, Übersicht, Reaktionszeit und damit ihren Schutz vor überraschenden Ereignissen von rechts wie Fußgängern, die auf die Fahrbahn treten, Einbiegern, Ausfahrenden aus Grundstücken, aufzugeben.

    Neben parkenden Autos kann der durch die Rechtsprechung vorgeschriebene Mindestabstand auf Schutzstreifen überhaupt nicht eingehalten werden. Denn dieser zum Selbstschutz vor dem Öffnen von Fahrzeugtüren einzuhaltende Sicherheitsabstand beträgt einen ganzen Meter; und selbst das wäre bei großen Türen gar nicht ausreichend. Da hilft es wenig, wenn – selten genug – zwischen Schutzstreifen und Parkständen gemäß ERA[4] ein 75-cm-„Sicherheitsstreifen“ eingerichtet wurde. Denn den nutzen einige der parkenden Autofahrer und nahezu alle der parkenden Transporter- und Lkw-Fahrer mit. Der Anteil von Unfällen zwischen Radfahrern auf Schutzstreifen und parkenden Fahrzeugen nimmt zu. Dabei macht sich ein fehlernder oder zu schmaler Sicherheitsstreifen zusätzlich risiko- und unfallerhöhend bemerkbar[5].

    Quelle:
    http://bernd.sluka.de/Radfahren/Schutzstreifen.html
    PS.: diese Anfrage werde ich auch auf meinen Blog stellen.

    Gefällt mir

    • Habe mir am Samstag alles mal vorort angesehen, auf der Straße gilt im Bereich vor der Schule bis hinter der Bäckerei Tempo 30.
      Dürfen dort überhaupt Schutzstreifen angelegt werden ?
      Die Autos parken zum Brötchen holen direkt vor der Bäckerei, längsseits des Bürgersteigs auf der Fahrbahn.
      Dies entschleunigt den Verkehrsfluss in diesem Bereich, was die Sicherheit erhöht.
      Der Bürgersteig vor der Bäckerei darf nicht zum Parken genutzt werden, dafür ist dieser zu schmal.

      Gefällt mir

Kommentar erwünscht

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s