Legal auf der Straße gefahren – angehupt und beschimpft

am Freitag bin ich morgens mit dem Rad von innerhalb Kreuzau nach Niederau auf der Straße gefahren.
Normalerweise benutze ich den zum Gehweg umgetitelten Radweg.
Aber ich wollte mal eine Probe aufs Exempel machen und im morgendlichen Verkehr auf der Straße radeln, gesagt und getan:
Ab dem Bahnübergang am Kreuzauer Rathaus ab auf die Straße. Es dauerte nicht mal bis zum Ortsausgang und ein Kleinbusfahrer pöbelte mich aus dem geöffneten Beifahrerfenster an, „fahr auf dem Radweg…“
Ich rief ihm hinterher, dass ich das nicht muss, daraufhin beschimpfte er mich als Spinner.
Die letzte Ampel in Kreuzau sprang auf Rot und ich konnte den Bus einholen und den Fahrer zur Rede stellen.
Ich habe ihm erklärt, dass der linksseitige ehemalige Radweg nun ein Gehweg sei, mit Hinweis auf das Gehwegschild und ich auf der Straße fahren kann und darf, er wollte es jedoch nicht einsehen und mich sogar anzeigen.
Schade, auf die Anzeige hätte ich es ankommen lassen sollen, dann beim nächsten Mal… Denn es wurde schon wieder grün und wir fuhren weiter.
Bilanz innerhalb von 3 Minuten: 2 Autofahrer haben mich angehupt, einer hat mich geschnitten, doch die anderen haben mich mit annehmbaren Abstand überholt.
Soviel zu aufgeklärten Kraftfahrern. Wird Zeit für mehr Aufklärung in allen Medien oder per Schild – aber das traut sich Stadt und Kreis nicht, weil das Schild nicht StVO-Konform ist.
Radwegebenutzungspflicht_aufgehoben

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6 Gedanken zu “Legal auf der Straße gefahren – angehupt und beschimpft

  1. Ich hoffe mal, dass diese Story hier nicht wahr ist.

    Wenn doch, hat hier der Busfahrer Recht.
    Es ist ein Radweg vorhanden, und trotzdem wird er nicht benutzt – sogar NACHDEM Autofahrer durch Hupen auf den Weg aufmerksam gemacht haben!
    Unmöglich so was …

    ICH jedenfalls kann dein Verhalten keineswegs gutheißen.
    Man mag ja noch darüber diskutieren, ob man den Weg wirklich benutzen MUSS (meiner Meinung nach JA, denn es ist ein Radweg, also der für Fahrradfahrer vorgesehene Weg), aber man SOLLTE das zum einen zur Erhöhung der eigenen Sicherheit tun, zum anderen warst du hier wohl ein Verkehrshindernis (verboten nach §1 StVO). Das hätte dir spätestens beim Angehuptwerden auffallen müssen!

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  2. Meine Frau meinte noch: es sollte hinter der Ampel (in Kreuzau und auch am Sandberg) ein Schild für die Autofahrer aufgestellt werden, in sofern gehen wir konform. Meine Meinung: es reicht doch, das Schild „Radfahrer frei“ zu benutzen? Es ist ein bestehendes Schild. Oder darf das nur unte einem „ordentlichen“ Schild montiert werden?

    Wenn dem so ist: dann gute Nacht Deutschland!

    Aber im Ernst: es ist wichtig. Es kommt sehr selten vor, dass eine Landstraße von Radfahrern benutzt werden darf. Ein Hinweisschild für Autofahrer ist unabdingbar. Notfalls muss die StVo geändert werden. Aber vieeel besser ist natürlich: Radweg neu gestalten (nicht etwa „erneuern“).

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  3. Entschuldigung,
    um den Hinweis auf einen Blogartikel zu geben, gibt es eine Funktion, eine Email an eine Empfängerliste zu senden, leider gibt es keine Einstellung, ob der Blogbeitrag neu veröffentlicht oder nur geändert wurde… und dann passiert es shon mal, das solch kryptische Mails „[Radfahren! in Düren] Beitrag wurde geändert“ vom System verschickt werden, wenn ich noch schnell einen Rechtschreibfehler korrigiere.
    Sorry – einfach ignorieren.

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