Infrastruktur vs Helme

rebloggter Artikel von „alternativen Bundesverkehrsministerium“

Essenz:
An Hauptverkehrsstraßen brauchen wir breite, ebene Radwege, mit guten Sichtbeziehungen an Kreuzungen, die auf höchste Sicherheit hin optimiert sind (nicht die schmalen, holprigen Radwege mit gefährlichen, schlecht geplanten Kreuzungen wie sie bislang oft in Deutschland üblich sind).
Langfristige Stadtplanung sollte darauf zielen, die Wege von Fahrrädern und Kraftfahrzeugen zu entwirren und beide Verkehrsmittel möglichst zu trennen. Der Radverkehr sollte dabei oberste Priorität genießen bei Verkehrsplanern und Stadtverwaltung. Denn wenn die Voraussetzungen stimmen, ist das Fahrrad für viele Menschen die einfachste und naheliegende Möglichkeit, durch die Stadt zu kommen

Das andere Bundesministerium für Verkehr

Dieser Artikel wurde auch auf Englisch veröffentlicht, hier.

Das sicherste Land der Welt zum Fahrradfahren sind die Niederlande. Und dort gibt auch das breiteste Spektrum an Radfahrern: von kleinen Kindern (das Durchschnittsalter, ab dem sie alleine fahren, ist 8 Jahre) bis hin zu Senioren (Menschen über 65 erledigen in den Niederlanden 25 Prozent ihrer Fahrten mit dem Fahrrad).

Die Niederlande sind also der sicherste Ort für Radler jeden Alters – obwohl die Helmnutzung dort nur bei 0,5 Prozent liegt (wahrscheinlich sind die wenigen Helmträger hauptsächlich Radsportler). Sicherheit auf dem Fahrrad bedeutet offenbar mehr als Styropor auf dem Kopf. Und dennoch legt sich das Bundesverkehrsministerium so für Fahrradhelme ins Zeug.

Fotos von Dutch Menschen aller Altersgruppen Radfahren auf hochwertigen Infrastruktur. Jedes Alter und egal, wie körperlich fit – alle fahren ohne Helm. Und doch sind das die sichersten Radfahrer der Welt. (Fotos: ADfT/Mark Treasure)

Helme sind keine Antwort auf Gefahren im Straßenverkehr. In Großbritannien tragen die meisten…

Ursprünglichen Post anzeigen 373 weitere Wörter

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Ein Gedanke zu “Infrastruktur vs Helme

  1. Danke für den Beitrag – ich wäre sonst gar nicht mit dem Originalbeitrag in Berührung geraten. Einen Link zur Kampagne des Bundesverkehrsministerium: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/038-dobrindt-der-helm-sei-mit-dir.html

    Völlig falscher Ansatz des Dobrindt-Ministeriums. Für viele Leute ist GERADE das Fahrradfahren die bevorzugte Alternative über Mofa-Fahren, wenn sie keinen Helm tragen möchten. Die Kampagne signalisiert: Fahrradfahren ist nicht ungefährlich. Wenn man der „Marktanteil“ der Fahrradfahrer in Deutschland erhöhen will, helfen nur Kampagnen ohne Helm. Das gilt z.B. auch von der ständigen Kampagne des ADFC mit dem AOK http://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/bundesweit/index.php.

    Wie kann man so dumm sein! Bessere Infrastruktur muss her! Helmlose Werbeträger sollen dies signalisieren!

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