AG Pro Rad Düren gegründet

Verschiedene Dürener Umwelt – und Verkehrsinitiativen, Radsportler und Vertreter der evangelischen Kirche haben in Düren eine Arbeitsgemeinschaft „Pro Rad“ gegründet.

Um Düren sicherer und fahrradfreundlicher zu machen, wollen sich die Aktiven besser vernetzen und austauschen. Jens Veith vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und Georg Schmitz vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatten das Treffen initiiert, um Kräfte zu bündeln.

Erste Themenschwerpunkte sollen die geplante Umgestaltung der Kölnstraße und eine eigene Kampagne für mehr Verkehrssicherheit sein.Verkehrt

In der Stadt werden mit der 1. Ausgabe der Verkehr(t) Informationen verteilt, um auf Gefahrensituationen im Verkehr aufmerksam zu machen, Missverständnisse aufzuklären und geänderte Verkehrsregelungen ins Bewusstsein zu rufen. So sollen Unfälle vermieden werden. Die Vereine werben für einen rücksichtsvollen Umgang miteinander, für Respekt und Vorsicht bei allen Verkehrsteilnehmern.

Die Radfahrer/innen informieren darüber, wann Radler/innen Radwege nutzen müssen. Dies muss Kraftfahrer/innen genauso bewusst sein wie Radfahrer/innen.

Jens Veith (ADFC): „Eine generelle Radwegebenutzungspflicht gibt Radwegbenutzungspflicht-aufgehobenes schon seit über 15 Jahren nicht mehr. Ist ein Weg allerdings mit einem blauen Schild als Radweg ausgewiesen, dann muss man ihn normalerweise befahren. Werbung, Mülltonnen, Einbauten, Baumwurzeln und Fußgänger auf dem Radweg führen jedoch dazu, dass ein zügiges und komfortables Fahren nicht möglich ist.

Es hat sich eindeutig herausgestellt, dass Radfahrer/innen auf Radwegen in den Nebenanlagen mehr gefährdet sind, als auf der Fahrbahn. Das liegt z.B. daran, dass Radler/innen an Einmündungen/ Ausfahrten schlecht zu sehen sind und dass Beifahrer/innen die Autotüre noch unbedachter öffnen als Fahrer/innen.

Außerdem gelten bauliche Mindestvoraussetzungen: der Radweg muss beispielsweise breit genug und von „zumutbarer Beschaffenheit“ sein. Da dies in Düren fast nie der Fall ist, müssen die blauen Radwegeschilder nach und nach entfernt werden. Grundlage dafür ist v.a. ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes von 2010.

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Es ist also immer mehr der NORMALFALL, dass Radler/innen auf der Fahrbahn fahren – und das ist gut so. Auf den Radwegen ohne die blauen Schilder dürfen Radfahrer/innen weiter fahren, wenn sie das gerne möchten – sie müssen es aber nicht!“

„Wenn Radwege früher benutzungspflichtig waren und es nun (ohne Schild) nicht mehr sind, dann darf man mit angepasster Geschwindigkeit weiter da fahren.“, ergänzt Imke Grenzdörffer (VCD).

Georg Schmitz (VCD): Wir appellieren an alle Kraftfahrer/innen: Die Straße ist für alle da. Bedrängen Sie uns Radler nicht und überholen Sie nur bei ausreichendem Platz. Die Rechtsprechung hat einen Mindestabstand zwischen Rad und Auto von 1,5 Meter definiert. Ein sicheres Überholen ist also i.d.R. nur möglich, wenn die Gegenfahrbahn frei ist. Und denken Sie auf Ihren täglichen Wegen immer daran: Schon morgen sind vielleicht auch Sie als Radfahrer/in unterwegs und freuen sich, wenn Sie nicht gefährdet werden. Rücksicht und Vorsicht kommen an!“

Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft Radverkehr der Umwelt – und Verkehrsinitiativen

Verkehrsclub Deutschland VCD, Kreisverband Aachen-Düren e.V.
Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC), Kreisverband Aachen
Bund für Umwelt – und Naturschutz (BUND), Kreisverband Düren
Dürener Sozialrad – Evangelische Gemeinde zu Düren
Lokale Agenda 21 Düren,
Fahrrad Gothe
RSV –  Radsportverein Düren
Blog V.i.S.d.P: Radfahren! in Düren: https://radfahrn.wordpress.com

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2 Gedanken zu “AG Pro Rad Düren gegründet

  1. Pingback: Kerpen – Düren – blog2017.sommer-huenxe.de

  2. Pingback: Hallo Dürener! | prorad-dn.de

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